Transkutane Blutgasmonitore

Transkutane Blutgasmonitore: Sentec

Transkutanes Blutgasmonitoring mit Sentec – nichtinvasiv, kontinuierlich, sicher und genau.

Der Sentec Digital Monitor vereint drei moderne Technologien zur Überwachung der Ventilation und Sauerstoffsättigung mittels eines Sensors: die transkutane pO2 –  und pCO2 – Messung sowie die SpO2 – Messung. Zu den wichtigsten Eigenschaften des transkutanen Monitorings zählen:

  • Breite Anwendungsgebiete: Konzipiert für die Anwendung bei Erwachsenen, Kindern und Frühgeborenen zur kontinuierlichen und nichtinvasiven Überwachung von tcpO2, tcpCO2 , SpO2 und der Pulsfrequenz
  • Digitale Sensoren: 2 verschiedenen Sensoren stehen zur Auswahl: der V-Sign-Sensor für die Messung von tcPCO2, SpO2 und Puls, und der OxiVenT-Sensor für die Messung von tcPO2, tcPCO2, SpO2 und Puls
  • Ökonomischer Einsatz: Sparsam im Verbrauch – bei längstens 6-wöchigem Membranwechselrhythmus
  • Höchste Genauigkeit: hervorragende Korrelation zur arteriellen BGA mit automatischer Driftkorrektur
  • Hoher Patientenkomfort während der Messung

Mit dem Sentec Digital Monitor können die Nachteile von etCO2 und BGA überwunden werden:

Arterielle Blutgasanalysen sind invasiv und liefern nur eine Momentaufnahme vom Zustand des Patienten. Eine kontinuierliche Überwachung von kritisch kranken Patienten, deren Zustand sich rasch ändern kann, ist lebenswichtig. Darüber hinaus sind häufige Blutgasanalysen mit Blutverlust verbunden.

Die Überwachung des endtidalen CO2-Wertes (etCO2-Überwachung) stößt bei Patienten mit chronischer Ateminsuffizienz aufgrund der Diskrepanz zwischen Ventilation und Perfusion an ihre Grenzen. Die etCO2-Überwachung ist zudem abhängig von der Qualität der Atemproben (Masken und Schläuche ohne Leckagen) und erfordert zur Darstellung des korrekten alveolären CO2-Wertes regelmäßige/vollständige Atemzyklen.

Die reine SpO2-Messung reicht zur Erkennung einer Hyper- oder Hypoventilation nicht aus. Veränderungen des arteriellen CO2-Spiegels können niemals durch eine alleinige SpO2-Überwachung aufgedeckt werden.

Der SenTec Digital Monitor ist vielfältig einsetztbar und insbesondere dort wichtig, wo kein Blut für die Blutgasmessung abgenommen werden kann oder sollte.

Die konkrete Indikation liegt vor bei Notwendigkeit einer gleichzeitigen Überwachung der arteriellen Werte des Kohlendioxidpartialdrucks, des Sauerstoffpartialdruckes und/oder der Sauerstoffsättigung z.B. bei:

  • Überwachung Frühgeborener
  • Untersuchungen im Schlaflabor
  • Weaning von der maschinellen Beatmung
  • Nicht-invasive Beatmung mit Maske
  • Diagnoseverfahren, z.B. Bronchoskopie
  • High frequency jet ventilation
  • Einstellung auf Heimbeatmung
  • Überwachung von außerklinischen Intensivpatienten
Hoher Patientenkomfort während der Messung

Eine kontinuierliche Überwachung über mehrere Stunden sollte für die Patienten so angenehm wie möglich gestaltet werden. Für Sentec steht das Wohl und die Sicherheit des Patienten an erster Stelle. Aus diesem Grund wurden folgende Funktionen implementiert, um einen hohen Komfort während der Messung sicherzustellen:

  • kontinuierliche Diskonnektion des Sensors für bis zu 30 min ohne erneute Kalibration
  • Befestigungsringe für empfindliche Haut mit besonders wenig Druck
  • Mehrstufige Temperaturüberwachung zur Vermeidung von Hauirritationen
Die transkutane Blutgasmessung

Kohlendioxid (CO2) und Sauerstoff (O2) sind Gase, die leicht durch Körper- und Hautgewebe diffundieren. Dank dieser Eigenschaft können die Gase mit Hilfe eines entsprechenden Sensors, der auf der Hautoberfläche angebracht wird, gemessen werden.

Zur Annäherung an die arteriellen Blutwerte wird das Hautgewebe neben dem Sensor auf eine konstante Temperatur erwärmt. Auf diese Weise erhöht sich der örtliche Kapillarblutfluss, der Stoffwechsel stabilisiert sich, die Gasdiffusion wird gesteigert und dementsprechend verbessert sich die Vergleichspräzision (transkutan vs. arteriell) und Genauigkeit der CO2/O2-Messwerte an der Hautoberfläche.

©Sentec

 

Messung von Sauerstoffpartialdruck (pO2) und Kohlendioxidpartialdruck (pCO2)

pO2 (OxiVenT® Sensor) wird anhand einer dynamischen Fluoreszenzlöschung gemessen. Dabei handelt es sich um eine Technologie zur Sauerstoffmessung, welche die Sauerstoffmoleküle in der Nähe eines fluoreszierenden Farbstoffes misst, der in einer dünnen, in die Sensor-Oberfläche integrierten Trägerschicht fixiert wird.


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  1. Die pCO2-Messung durch Sentec TC Sensoren (V-Sign® Sensor 2, OxiVenT® Sensor) basiert auf einem pCO2-Sensor nach Stow-Severinghaus, d. h. eine pH-Glaselektrode ist in einer dünnen Elektrolytschicht unter einer hydrophoben, CO2– und O2-durchlässigen Membran eingeschlossen.

Die Pulsoximetrie ist eine kontinuierliche und nicht invasive Methode zur Messung der arteriellen Sauerstoffsättigung des Blutes. Sentec verwendet ein Pulsmesssystem mit zwei Wellenlängen zur Differenzierung zwischen oxygeniertem und desoxygeniertem Blut. Die Signaldaten werden erfasst, indem rotes (658 nm Wellenlänge) und infrarotes (880 nm Wellenlänge) Licht durch ein Kapillarbett (z.B. das Ohrläppchen) geleitet wird und während des Pulszyklus die Änderungen der Lichtabsorption gemessen werden. Der Sentec Sensor verwendet rote und infrarote Leuchtdioden (LEDs), welche Licht durch das Messobjekt zu einer Photodiode (Photodetektor) senden. Der Photodetektor empfängt das Licht, wandelt es in ein elektrisches Signal um und sendet dieses zur Berechnung an den Sentec-Monitor.

Die digitale Sensortechnologie von Sentec®

Für Sentec Monitore sind 2 verschiedene Sensortypen verfügbar:

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V-Sign®-Sensor

  • Parameter: pCO2, SpO2 und Puls

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OxiVenT®-Sensor

  • Parameter: pO2, pCO2, SpO2 und Puls
  • Lebensdauer: 12 Monate oder 4320 Betriebsstunden
  • im NEO-Modus sind nur pO2 und pCO2 aktiv.


Applikation auf der Haut mittels:
  • Ohrclip
  • Befestigungsringe für normale oder sensitive Haut mit/ohne vereinfachtes Einsetzen
  • StaySite® Zusatzpflaster
  • Kontaktgel im 5-ml-Fläschchen oder als Single-Dose-Ampulle
Echtzeit-Datenübertragung und Datenmanagement via:
  • Polysomnografie- oder Polygrafie-Anlagen im Schlaflabor
  • Patientenmonitore
  • PDMS-Systeme
  • Sentec-eigener V-STATS®-Software

Befestigung des Monitors an einem Fahrwagen oder verschiedenen Montageplatten, Übersicht hier


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